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Ein Aufruf zur Sensibilisierung für das Thema Gesundheitstourismus

SAĞLIK TURİZMİ ADINA DUYARLILIK ÇAĞRISI 

Wir bedauern die kürzlich in der Lokalpresse und in sozialen Medien veröffentlichten Vorwürfe des „Missbrauchs von Touristenversicherungen“, die einige Gesundheitseinrichtungen und Hotels in den Regionen Alanya und Antalya betreffen. Als Alanya Health Tourism Association sind wir nicht nur eine regionale Gesundheitsorganisation, sondern auch eine Nichtregierungsorganisation mit zehnjähriger Geschichte, die sich aktiv an zahlreichen nationalen und internationalen Prozessen im Bereich Gesundheitstourismus beteiligt hat.

Unser Verband setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2015 dafür ein, dass Gesundheitseinrichtungen, die Touristen – insbesondere in touristisch stark frequentierten Gebieten – bei plötzlichen Erkrankungen versorgen, transparent, qualitativ hochwertig und zu fairen Preisen arbeiten. Dies dient dem Wohl des Landes, das vom Massentourismus profitiert. Darüber hinaus strebt unser Verband an, dass Touristen im Falle einer plötzlichen Erkrankung sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor umgehend medizinische Hilfe erhalten. Dies stärkt das Sicherheitsgefühl in der Türkei und trägt dazu bei, das positive Image der Türkei als Vorbild im Gesundheitswesen nachhaltig zu festigen.

Wir standen in der Vergangenheit vor ähnlichen Problemen. Insbesondere die hohen Deckungssummen westeuropäischer Versicherungsgesellschaften führten zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Gesundheitsversorgung von Touristen in unserem Land, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor. 2015 übertrug das Gesundheitsministerium die Abwicklung der touristischen Gesundheitsleistungen in den öffentlichen Krankenhäusern der Küstenregionen an ein spanisches Privatunternehmen. Im Zuge dessen wurden Leistungen unserer öffentlichen Krankenhäuser ausländischen Versicherungen zu überhöhten Preisen in Rechnung gestellt, und einige unserer Krankenhäuser wurden von ausländischen Versicherungen auf die schwarze Liste gesetzt. Als Verband haben wir diesen Prozess damals aktiv überwacht, um diese unrechtmäßigen Praktiken zu stoppen, und maßgeblich zu ihrer Beendigung beigetragen.

Das Auftreten solcher systemischer Probleme selbst in öffentlichen Krankenhäusern verdeutlicht die Anfälligkeit unseres Gesundheitssystems gegenüber den unausgewogenen und unkontrollierten Auswirkungen internationaler Versicherungssysteme. Diese Situation gefährdet nicht nur den gegenwärtigen, sondern auch den zukünftigen Anteil der Türkei am Gesundheitstourismus. Denn künftig wird sich die Zielgruppe des Gesundheitstourismus nicht mehr auf Haartransplantationen, Zahnbehandlungen oder kosmetische Eingriffe beschränken, sondern auch ältere Menschen, Patienten, die radikale Operationen benötigen, und Krebspatienten umfassen. Dies erschwert den Aufbau einer gesunden, nachvollziehbaren und fairen Beziehung zu internationalen Versicherungsunternehmen.

Heute stellt eine ähnliche Struktur eine ernsthafte Bedrohung dar. Die Praxis, Gesundheitseinrichtungen in Hotels wie gewinnorientierte Unternehmen – etwa Badehäuser, Märkte, Tattoo-Studios oder Autovermietungen – zu behandeln und sie zu überhöhten Preisen an private Krankenhäuser, Kliniken oder Praxen zu vermieten, widerspricht völlig dem Wesen der Gesundheitsversorgung. Die Vermarktung dieser Räumlichkeiten durch Vorverkäufe vor Saisonbeginn und die Forderung der Hotelleitungen nach kostenlosen Gesundheitsleistungen für sich und ihre Führungskräfte im Gegenzug für diese Vermietungen überschreiten ethische Grenzen und führen zu systemischer Korruption.

Die Tatsache, dass diese Einrichtungen für Leistungen im Falle eines plötzlichen Gesundheitsproblems überhöhte Beträge verlangen, die eher auf wirtschaftlichen Erwartungen als auf medizinischer Notwendigkeit beruhen, untergräbt das Vertrauen der Touristen und schafft einen Nährboden für die Wahrnehmung in der europäischen Öffentlichkeit: „Wenn du in die Türkei fährst, solltest du nicht krank werden.“

Gesundheitstourismus und Massentourismus sind heute eng miteinander verknüpft. Wird der Zugang von Touristen zu Gesundheitsleistungen und ihr Sicherheitsgefühl beeinträchtigt, leidet nicht nur der Gesundheitstourismus, sondern das gesamte touristische Potenzial unseres Landes unmittelbar. Bedauerlicherweise enthalten die 2017 erlassene „Verordnung über internationalen Gesundheitstourismus und touristische Gesundheit“ sowie die am 26. April 2025 veröffentlichte neue Verordnung keine Definitionen, Regeln oder Kontrollmechanismen für die Aktivitäten von „Assistenzunternehmen“, die zu den wichtigsten Akteuren in diesem Bereich zählen. Dabei ist dieses System in der Türkei seit fast 30 Jahren aktiv.

Wir sind der Ansicht, dass das Gesundheitsministerium dringend mit dem Tourismusministerium zusammenarbeiten muss, um in dieser Angelegenheit verbindliche Regelungen zu erlassen. Die Gesundheit von Touristen und die Beziehungen zu Assistance-Unternehmen sollten klar definiert und in transparenten, nachvollziehbaren und durchsetzbaren Vorschriften geregelt werden.

Sollten sich diese Berichte als wahr erweisen, müssen umgehend strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden; sollten sie sich als falsch erweisen, muss die Öffentlichkeit klar über diese Anschuldigungen informiert werden, die den regionalen Tourismus schädigen. Wir müssen sowohl der inländischen als auch der internationalen Öffentlichkeit beweisen, dass die Türkei ein entschlossenes und verantwortungsbewusstes Land ist, das in puncto ethischer Werte im Gesundheitstourismus keine Kompromisse eingeht.

Wir danken der Yeni Alanya Zeitung, einem lokalen Medienvertreter, der mit seinem transparenten, ethischen und aktuellen Ansatz zu Fragen des nachhaltigen Gesundheitstourismus und des sicheren Tourismus einen Beitrag zum Sektor leistet, für seine Sensibilität und wünschen ihm viel Erfolg bei seiner Arbeit.

Ich möchte die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen.

Mit freundlichen Grüße.

Ahmet Girgin

Alanya Gesundheitstourismus-Verband

Vizepräsident

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